Ideen für soziale Entwicklung in Peru

Am 16. April 1997 wurde die Nicht-Regierungs-Organisation BLANSAL von
Dessy und Volker Nack gegrindet. Als “Instituto de Apoyo y Desarrollo Social-
BLANSAL” wurde sie noch im selben Jahr vom peruanischen Staat als
gemeinnútzig anerkannt.

Das erste von BLANSAL realisierte Projekt war die StraBensozialarbeit mit auf
der Strafje lebenden Jugendlichen in Arequipa. Daraus haben sich inzwischen
verschiedene andere Projekte entwickelt, die alle darauf abzielen, die
Situation besonders benachteiligter Menschen zu verbessern.

Eine Idee wird Wirklichkeit

Die Idee zur, “Casa Verde” entstand bereits im Jahre 1989 bei einem einjährigen Voluntariats-Aufenthalt in den Elendssiedlungen der Stadt Lima.

Fast zehn Jahre sollten vergehen, bis meine Frau Dessy und ich uns entschlossen, Familie, Freunde und Sicherheit in Deutschland zurückzulassen, um 1998 gemeinsam mit den Straßenjugendlichen der südperuanischen Stadt Arequipa unsere Vision Wirklichkeit werden zu lassen und die erste, damals noch kleine “Casa Verde” aufzubauen.

Seitdem stehen wir mit unserem Namen dafür, daß den Kindern der “Casa Verde” all Ihre Unterstützung zu 100 % zugute kommt.

Volker Nack

Präsident von BLANSAL

Organisationsschaubild von IADES Blansal

Das Arbeitsfeld von Blansal

Peru ist ein Schwellenland mit vielen Eigenschaften eines Entwicklungslandes. Die geographische, kulturelle und ethnische Vielfalt und Unterschiedlichkeit Peru’s, scheint ein Spiegelbild des enormen sozialen Gefälles zu sein, das dieses Land und seine Entwicklung seit Jahrhunderten bestimmt.

Nach wie vor sind die Hochlandregionen, sowie weite Teile des Amazonastiefland ungleich weniger an wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung beteiligt und die Entfernung zur Hauptstadt Lima scheint eher eine soziale, als eine Entfernung in Kilometern zu sein. Die Bereiche Bildung und Gesundheit, Sicherheit und Demokratie erfüllen bestenfalls den Standard eines Entwicklungslandes. Mehr als eine halbe Millionen Kinder in Peru leiden unter Unterernährung und besonders besorgnisserregend ist der Umstand, daß nach einer Umfrage des Nationalen Instituts für psychische Gesundheit rund 74 % der peruanischen Haushalte von familiärer Gewalt betroffen sind.

Kinder und Jugendliche sind in der Regel besonders betroffen von Armut und damit einhergehend von mangelhafter Ernährung, schlechter Gesundheitsversorgung und psychischen Problemen. Viele Kinder aus den marginalisierten Randgebieten der Städte (die sogenannten „pueblos jóvenes“) erleben Misshandlungen und sexuellen Missbrauch, werden von ihren Eltern verlassen oder als Arbeitskräfte verkauft.

BLANSAL hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Kindern einen neuen Anfang zu ermöglichen. Zugleich versuchen die verschiedenen Projekte, derartigen Problemlagen präventiv entgegenzuwirken, indem zum Beispiel alleinerziehenden Frauen ein Einkommen ermöglicht wird, Präventionstechniken zu sexuellem Missbrauch an Kinder, Jugendliche und Erwachsene vermittelt werden oder die Arbeit der Kinderheime gestärkt wird.